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Maitake kaufen –
Grifola frondosa als
reiner Pilzrohstoff
Maitake –
Der tanzende Pilz der Eichenwälder
Wer im Herbst am Fuß einer alten Eiche einen Maitake findet, übersieht ihn beinahe: Seine graubraunen, fächerförmig überlappenden Hüte sind so gut getarnt, dass man den großen Pilz oft erst bemerkt, wenn man direkt vor ihm steht. Aus einem einzigen Stiel wächst dabei ein ganzer Federbusch aus vielen kleinen Hüten heraus – ein Gebilde, das an das aufgeplusterte Gefieder einer sitzenden Henne erinnert und dem Pilz gleich mehrere Namen eingetragen hat.
Wer heute Maitake kaufen möchte, muss dafür nicht auf einen seltenen Wildfund hoffen. Was in Japan einst so kostbar war, dass Fundstellen geheim gehalten wurden, lässt sich heute kontrolliert kultivieren – als reiner, gefiederter Fruchtkörper.
Bei MamaMuscaria erhältst du ausschließlich reine Fruchtkörper aus kontrolliertem Anbau – schonend getrocknet, fein vermahlen, ohne Zusätze. Wir bieten diese Pilze als naturbelassene Rohstoffe an, nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel.
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Was ist Maitake?
Der Maitake ist ein holzbewohnender Ständerpilz aus der Ordnung der Porlingsartigen (Polyporales). Botanisch trägt er den Namen Grifola frondosa und bildet zusammen mit dem Eichhasen (Grifola umbellata) die kleine Gattung Grifola. In der Natur wächst er bodennah an der Stammbasis alter Eichen, seltener auch an Linden, Kastanien oder Buchen, und erscheint dort vor allem im Spätsommer und Herbst.
Was den Maitake unverwechselbar macht, ist seine Gestalt. Er bildet keinen einzelnen Hut, sondern einen großen, buschigen Fruchtkörper aus zahllosen kleinen, fächerförmigen Hütchen, die alle aus einem gemeinsamen, verzweigten Stiel herauswachsen. Übereinander geschichtet ergeben sie eine korallen- oder federbuschartige Struktur in graubraunen Tönen. Ein solcher Fruchtkörper kann beachtliche Ausmaße erreichen – bis zu einem halben Meter Durchmesser und mehrere Kilogramm Gewicht. Trotz dieser Größe ist der Maitake in der Natur gut getarnt: Seine gedeckten Farben heben sich kaum vom Waldboden und der Baumrinde ab.

Ein Pilz mit vielen Namen
Kaum ein Pilz trägt so viele bildhafte Namen wie dieser – und jeder beschreibt eine andere Seite seines Wesens:
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Maitake – der japanische Name bedeutet „tanzender Pilz". Die fächerförmig gestaffelten Hüte erinnern an die Fächer traditioneller Tänze.
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Klapperschwamm – der deutsche Name geht auf ein leises, klapperndes Geräusch zurück, das entsteht, wenn sich die vielen dicht stehenden Hüte bei Bewegung berühren.
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Henne der Wälder – weil der aufgeplusterte Fruchtkörper an das Gefieder einer sitzenden Henne erinnert.
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Laubporling – ein weiterer deutscher Name, der auf seine Zugehörigkeit zu den Porlingen und seinen Standort im Laubwald verweist.
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huishuhua – so heißt er im Chinesischen.
Auch der wissenschaftliche Gattungsname erzählt eine Geschichte: Grifola leitet sich vom Greif ab, dem mythologischen Mischwesen aus Adler und Löwe. Die krallenartig gestaffelten Hüte sollen an die Fänge eines Greifvogels erinnern.
Der tanzende Pilz

Der japanische Name Maitake – „tanzender Pilz" – hat der Überlieferung nach einen besonders schönen Ursprung. Er soll darauf zurückgehen, dass Sammler beim Fund des seltenen Pilzes vor Freude zu tanzen begannen. Ob als bildhafte Erklärung oder tatsächliche Begebenheit: Die Geschichte sagt viel darüber aus, welchen Wert dieser Pilz einst hatte.
Denn selten und kostbar war der Maitake über lange Zeit. In Japan galt er vor Jahrhunderten als so wertvoll, dass er zeitweise mit seinem Gewicht in Silber aufgewogen wurde. Wer eine ergiebige Fundstelle kannte, hütete sie wie ein Geheimnis – das Wissen um die besten Standorte wurde oft nur innerhalb der eigenen Familie weitergegeben und nicht preisgegeben. Ein wild wachsender Maitake war kein alltäglicher Fund, sondern ein Ereignis.
Dieser Wert erklärt sich auch aus der Lebensweise des Pilzes. Er wächst nur an alten, kräftigen Laubbäumen – vor allem an Eichen, die ein hohes Alter erreicht haben. Solche Bäume werden seltener, und mit ihnen der Maitake: In Deutschland gilt der Klapperschwamm heute als selten und zunehmend gefährdet, weil alte Eichen und stehendes Totholz aus vielen Wäldern verschwunden sind.
Wie beim Reishi und der Löwenmähne steht auch hier am Ende der Sprung in die Moderne. Jahrhundertelang war der Maitake ein reiner Wildfund. Erst im Jahr 1981 gelang in Japan die verlässliche Kultivierung – und was folgte, war ein rasanter Aufstieg: Aus einigen hundert Tonnen Jahresproduktion in den frühen 1980er Jahren wurden binnen weniger Jahre viele Tausend. Was zuvor geheim gehütet und mit Silber aufgewogen wurde, steht heute in gleichbleibender Qualität als kultivierter Rohstoff zur Verfügung.
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Inhaltsstoffe des Maitake
Der Maitake-Fruchtkörper bringt ein Stoffprofil mit, für das er in der Forschung seit Jahrzehnten geschätzt wird. Im Mittelpunkt steht eine Stoffgruppe, die bei diesem Pilz besonders ausgeprägt ist.

Beta-Glucane und Grifolan
Der Maitake ist vor allem für seinen Reichtum an Beta-Glucanen bekannt – langkettigen Zuckermolekülen aus der Zellwand des Pilzes. Eine für den Maitake charakteristische Form dieser Beta-Glucane trägt sogar einen eigenen Namen: Grifolan, abgeleitet vom wissenschaftlichen Namen Grifola frondosa. Diese Verbindungen sind wasserlöslich und gehören zu den am intensivsten untersuchten Bestandteilen des Pilzes.

Weitere Maitake-Verbindungen
Neben dem Grifolan enthält der Maitake weitere Stoffe, die für ihn typisch sind – darunter Grifolin und ein Maitake-spezifisches Lectin. Solche arttypischen Verbindungen sind der Grund, warum der Maitake in der mykochemischen Forschung als eigenständiges Untersuchungsobjekt gilt und nicht einfach mit anderen Vitalpilzen in einen Topf geworfen wird.

Weitere Bestandteile
Hinzu kommt ein breites Spektrum an weiteren Inhaltsstoffen: Ergosterol als Sterolgerüst der Zellmembran und Vorstufe von Vitamin D, ein bemerkenswert hoher Anteil an Aminosäuren sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Zink und Selen. Die Zellwand des Pilzes besteht aus Chitin, einem sehr stabilen Strukturpolysaccharid, das die Zugänglichkeit der eingeschlossenen Inhaltsstoffe begrenzt – ein Grund für die feine Vermahlung.
Was daraus folgt
Anders als bei manchen anderen Vitalpilzen liegen die charakteristischen Stoffe des Maitake überwiegend in wasserlöslicher Form vor. Daraus ergibt sich, warum es verschiedene Rohstoffformen gibt:
Genau deshalb arbeiten wir bei unserer Tinktur mit einem Dual-Extrakt, der sowohl die wasser- als auch die alkohollöslichen Bestandteile des Fruchtkörpers erfasst.
Eine übergeordnete Einordnung der verschiedenen Vitalpilz-Arten, Rohstoffformen und Qualitätsfragen findest du in unserem Vitalpilz-Überblick.
Was du beim Maitake kaufen beachten solltest

Fruchtkörper statt Myzel auf Getreide. Ein erheblicher Teil des Marktes besteht aus Myzelkulturen, die auf Getreidesubstrat gezogen und mitsamt Substrat vermahlen werden. Das Ergebnis enthält hohe Stärkeanteile. Da einfache Analyseverfahren Stärke als Polysaccharid miterfassen, können solche Produkte hohe „Polysaccharid"-Werte ausweisen, ohne nennenswerte Pilzbestandteile zu enthalten. Unsere Rohstoffe stammen ausschließlich aus reinem Fruchtkörper..
Herkunft. Unser Maitake stammt aus kontrolliertem Anbau in der Provinz Zhejiang in Ostchina. Verwendet wird ausschließlich der Fruchtkörper.
Laborgeprüft. Pilze sind Bioakkumulatoren – sie nehmen Stoffe aus ihrem Substrat auf. Deshalb wird jede Charge im Labor auf Schwermetalle und mikrobiologische Reinheit geprüft. Die aktuellen Werte findest du in der Rohstoff-Spezifikation.
Keine Füllstoffe. Maitake-Rohstoff sollte zu 100 % aus Maitake bestehen.
Häufig gestellte Fragen
zum Maitake von MamaMuscaria
Rund um das Thema Maitake erreichen uns immer wieder ähnliche Fragen – von den vielen Namen des Klapperschwamms über Herkunft und Verarbeitung bis hin zu den Unterschieden zwischen Pulver und Tinktur. Die wichtigsten Antworten haben wir hier kurz und übersichtlich für dich zusammengestellt.
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